Zumba dir einen – Fitness fuer den Hintern im Wandel der Zeit

17 Aug

Seit den 70er-jahren, als Jane Fonda mit ihren Aerobic-Videos und die Tanzmäuse aus Flash-Dance uns an die neue, sportliche Weiblichkeit heran führten, ist der wöchentliche Gang ins Fitness-Studio nicht nur hipp sondern ein absolutes Muss. Verschwitze Frauenkörper machten sich auf unseren Fernsehbildschirmen breit und irgendwann „mussten“ alle Frauen aussehen wie Madonna – sportlich durchtrainiert, aber eben wenig weiblich sprich mit ohne Hintern.

Dieses Schönheitsideal hielt sich bis weit in die 90er-Jahre, wenn auch in den schrillen 80ern, die etwas untrainierteren Damen ihre üppigen Ärsche wunderbar in extrem weiten Karotten- und Pluderhosen verstecken konnten. Schön ist anders, denn die Betonung liegt auf „verstecken“. Die angesagten Bekleidungsstücke waren nicht dafür gedacht, einen schöneren Hintern zu machen, sondern eben einen „hässlichen“ oder besser gesagt „runderen“ Po zu kaschieren. Die frauliche Frau sah zu dieser Zeit aus, als wär sie in einen Sack gehüllt. Die aufkommende Sportmode – nämlich Leggins und Top möglichst bunt – war für diese Frauen aber der weit schlimmere Alptraum. Sie versuchten ihren PoMakel unter Long-Shirts über der Leggins zu verstecken. Wer es sich leisten konnte, griff zu einem breiten Gürtel. Der machte dann wenigstens eine schlanke Taille, war aber gerade beim Sport unbequem.

Nach Aerobic in unterschiedlichsten Variationen (Fatburner, BBP-BauchBeinePo etc.) kam Kraft und Ausdauer-Training in die Studios. Das löste den Wahn um die einstudierte Gleichförmigkeit durch das rhythmische Synchron-Sporteln ab. Statt viel Kopfarbeit (frau hatte zum Teil mehr Mühe, sich die komplizierten Aerobic-Schrittfolgen zu merken, als diese physisch abzuarbeiten) war seit Einführung von Joggen, Kraftsport & Co. viel Beinarbeit angesagt. Die KickBox-Elemente im
Tae-Bo erforderten Tritte bis weit über die Höhe des eigenen Kinns hinaus, so dass die strapazierten Po-Muskeln so manchen Muskelkater durchleiden mussten. Als Belohnung für die Mühen durften die angesagten Popos nun durchaus wieder etwas runder aber keines Falls weich und schlabbrig sein. Die in Mode gekommenen Jogginganzüge waren es aber häufig umso mehr – auch kein Po-Blickfang für Männer.

Dann wurde es ruhiger auf dem „Wie kriege ich meinen Arsch in Form“-Markt. Man besann sich auf die „inneren Werte“ und meditierte in Yoga-, Pilates– und Tai-Chi-Kursen vor sich hin. Das Vertrauen in die Fitness-Lehrer, die unermüdlich erklärten, dass das lange Verharren in einer (völlig unnormalen) Position die „unteren Muskelgruppen der Po-Region anspricht“, auch wenn die Bewegungen langsam und der Schweißfaktor gering ist, war schier grenzenlos. „Abnehmen hat nichts
mit Schwitzen zu tun, einen Knackarsch kann man sich auch mit einer Pulsfrequenz deutlich unter 100 erarbeiten“ hämmerte es in den Köpfen, während frau sich auf dem Stepper, Laufband oder Hometrainer quälte.

Das neue Zauberwort heißt Zumba und ist – so sein kolumbianischer Erfinder – eine Mischung aus Hip-Hop, Bauchtanz, Samba, Salsa, Merengue, Mambo, Kampfkunst und Aerobic – also ein bisschen von allem – Arschwackeln und Körperbewusstsein inklusive. Das wirklich Schöne daran, die einzelnen Elemente werden nicht in einer Choreographie nacheinander getanzt, sondern mehrfach wiederholt. Jede(r) hat also die Chance sofort einzusteigen. So kommt auch die Entspannung nach der Büroarbeit nicht zu kurz, weil man sich eben nicht extrem auf die „Choreo“ konzentrieren muss. Der Spaßfaktor ist phänomenal, denn man kann tragen, worauf man Lust hat. Ob Sexy-Outfit a la Shakira oder Schlabberlook bleibt dem tagesaktuellen Befinden überlassen und auch der KnackPoEffekt ist garantiert.

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